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Bildgebung

Moderne diagnostische Methoden

  • Digitales Röntgen
  • Ultraschall
  • Video-Endoskopie

Digitales Röntgen

Digitales Röntgen

Bereits seit 2017 läuft bei uns ein XDR-System mit digitalem Vollfelddetektor. Gegenüber früheren Systemen bringt es gleich mehrere Vorteile, die sich konkret in unserer täglichen Arbeit zeigen.

Vorteil 1: Die schnellere Belichtung
Kürzere Belichtungszeiten erfordern weniger Röntgenstrahlung. Dank einer besseren Modulationstransferfunktion sind Vollfelddetektor-Röntgenbilder dennoch, im Vergleich zu früheren Methoden, detaillierter. Dadurch lassen sie sich besser beurteilen – ein Pluspunkt sowohl für die Weichteildiagnostik als auch für die Knochen- und Gelenkchirurgie.

Vorteil 2: Die Bearbeitungsmöglichkeit
Wenn früher Filme beim Röntgen mit falscher Belichtungszeit (mAs) oder falscher Spannung (kV) belichtet wurden, waren sie für die Diagnose unbrauchbar – die Aufnahme musste wiederholt werden. Die digitale Technik verzeiht kleinere Fehler, denn sie lassen sich durch einen Berechnungsprozess des Computers ohne erneute Aufnahme korrigieren. 

Vorteil 3: Die Archivierbarkeit
Die digitalen Bilder archivieren wir im Picture Archiving and Communication System (PACS). Dort können wir sie jederzeit abrufen, auf CD brennen oder verschicken. 

Wir speichern unsere Bilder im gängigen, offenen DICOM-Format (Digital Imaging and Communications in Medicine / Digitale Bildgebung und -kommunikation in der Medizin) ab. Fast alle Praxen und Kliniken sind in der Lage, dieses Format zu lesen. Zur Sicherheit brennen wir die passende Software beim Erstellen einer CD zusätzlich auf den Datenträger. So ist die reibungslose Zusammenarbeit in jedem Fall gesichert!

Ultraschall

Ultraschall (Sonografie)

Ultraschalluntersuchungen (Sonografie) erlauben es uns, gefahrlos die inneren Organe zu beurteilen. Dafür ist in der Regel keine Narkose erforderlich. Der Schallkopf wird auf die rasierte, mit Gel vorbereitete Haut nur aufgelegt – eine schmerzfreie Untersuchung, die viele Patienten problemlos akzeptieren.

Wir verwenden die beiden Ultraschallgeräte Esaote MyLabTM EightVET und Esaote MyLabTM 50, das Schallköpfe zwischen 5 und 11 MHz unterstützt. Mit den vier verschiedenen Schallköpfen erlaubt uns das Gerät, sowohl den Bauchraum der Tiere sehr genau zu untersuchen als auch das Herz darzustellen. So können wir die Herzklappen beurteilen oder mittels Dopplersonografie Flussgeschwindigkeiten messen.

Weitere gute Dienste leisten die Geräte bei orthopädischen Problemen wie zum Beispiel Schmerzen an Sehnen, Nerven, Bändern oder Gelenken.

Die Sonografie komplettiert auch Augenuntersuchungen. Mit unseren hochauflösenden Ultraschallgeräten können wir die Netzhaut bei einer Ablösung genau darstellen oder auch den Raum hinter dem Augapfel, bei einem Abszess oder Tumor.
 

Herz-Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) gehört, neben dem EKG, zu den wichtigsten nichtinvasiven Untersuchungsmethoden. 

Darstellen können wir mit ihr die Herzkammern, die Muskulatur, die Herzklappen und die Flussgeschwindigkeiten des Blutes: Wie gut zieht sich die Muskulatur zusammen? Wieviel Blut wird – prozentual – ausgetrieben? Gibt es Einengungen an den Öffnungen und Ausgängen, weisen die Herzklappen eine Undichtigkeit auf? Fragen wie diese können wir in der Tierarztpraxis mit unserem modernen, hochauflösenden Ultraschallgerät klären.

Darüber hinaus erlaubt es die Echokardiografie, die Herzscheidewand zu beurteilen und einige angeborene Herzfehler nachzuweisen – beispielsweise einen Ventrikelseptumdefekt oder einen persistierenden Ductus Botalli.

Video-Endoskopie

Video-Endoskopie

Bei der Endoskopie werden Körperhöhlen oder Organe von innen betrachtet. Dazu führt der Chirurg einen Gummischlauch oder eine starre Optik mit Kamera in eine natürliche oder künstlich geschaffene Körperöffnung.

Zu unserer technischen Ausstattung gehört eine Videoendoskopie-Einheit, die Bilder in Echtzeit auf dem Monitor darstellt. Zugleich werden diese Bilder oder Videos in unserer Praxissoftware gespeichert. Dort können wir sie auch nach Jahren noch begutachten, an Haustierärzte weiterleiten oder für Besitzer auf einen Datenträger brennen.

Endoskopische Untersuchungen gehören zu den minimal invasiven Eingriffen (MIC). Sie eröffnen viele gute Wege für schmerzlose Untersuchungen, die ergiebige Informationen liefern. Die Endoskopie bietet sich insbesondere für eine gute Darstellung des Magen-Darm-Traktes und der Bronchien an. 
 

Die Untersuchungsmethoden, unterschieden nach Körperregionen:

Bronchoskopie

Die endoskopische Untersuchung der oberen Atemwege, der Lunge und der Bronchien liegt vor allem bei einer Hustensymptomatik nahe, wenn intensive Allgemeinuntersuchung, Auskultation des Herzens und Röntgen des Brustkorbes keine Diagnose finden lassen.

Mittels Bronchoskopie können wir bis in die Bronchiolen hinein Fremdkörper, Tumore oder Sekrete ausschließen oder diagnostizieren.

Des Weiteren können wir bei der Bronchoskopie Gewebe entnehmen (Biopsie). So gewinnen wir sterile Proben für eine histopathologische und bakteriologische Untersuchung mit Resistenzbestimmung der Keime. Alternativ lässt sich mittels Bronchoalveolärer Lavage (BAL) eine Spülprobe entnehmen.

Mittels Bioptaten, die histologisch untersucht werden können, lässt sich auch eine pathologische Diagnose stellen.

Gastroskopie

Endoskopische Untersuchung von Speiseröhre, Magen und beginnendem Dünndarm. Im Zuge der Gastroskopie kann Gewebe entnommen werden (Biopsie) oder Sekret für weitere Untersuchungen im Labor – beispielsweise zur Bestimmung des PH-Werts. Per Gastroskopie lassen sich außerdem manche abgeschluckten Fremdkörper entfernen und Futterreste (Knochen), die in der Speiseröhre feststecken, in den Magen verbringen. Oft hilft eine Gastroskopie dabei, Magenulcerationen durch eine pathologische Untersuchung weiter zu klassifizieren oder in der Schleimhaut sitzende Bakterien zu diagnostizieren.

Laparoskopie

Untersuchung des Bauchraums inklusive der inneren Organe; zur laparoskopischen Chirurgie zählt auch die endoskopische Kastration.

Rektoskopie

Ist angezeigt bei anhaltenden Durchfallerkrankungen, blutigen Kotabsatzbeschwerden oder wenn Kotbeimengungen auffällig sind. Der Chirurg führt das Endoskop rektal ein, um die Schleimhaut des Enddarms sowie das Rektum zu untersuchen. Dabei können auch Polypen entfernt oder Gewebe entnommen werden (Biopsie); eine gezielte Kotentnahme ist ebenfalls möglich. Bitte füttern Sie den Patienten drei Tage vor dem Eingriff nur mit Flüssignahrung, und lassen Sie durch uns oder Ihren Haustierarzt vorher ein Klistier geben.

Rhinoskopie

Untersuchung des Inneren der Nase. Ein starres Endoskop wird in die Nase eingeführt, um Gewebeproben zu entnehmen (Biopsie), beispielsweise für die histopathologische Untersuchung. Häufig vorkommende Befunde in der Nase sind Fremdkörper, Pilzinfektionen, bakterielle Infekte oder Tumorerkrankungen. 

Sehr feine, flexible Endoskope lassen zu, dass wir retrograd durch das Maul in die Nase schauen und dort ebenfalls operieren können.

Thorakoskopie

Bei dieser Untersuchung wird ein Zugang in der Brustwand geschaffen, so dass sich Lunge und Herzbeutel von außen betrachten lassen. 

Über diese Untersuchungsmethoden hinaus erlaubt die Endoskopie auch die Entnahme von Gewebeproben aus Organen und Körperhöhlen. 

Weiterhin kann bei einem sogenannten Perikarderguss der Herzbeutel entleert oder entfernt werden.

Biopsie

Bei einer Biopsie führt man eine Fasszange durch Kanäle im Endoskop, mit der sich kleine Teile der Organe entnehmen lassen. Die Proben können anschließend vom Pathologen histologisch untersucht werden.

Bei einer Tupferprobenentnahme oder Spülprobe (Bronchoalveoläre Lavage, BAL) werden Proben für eine bakteriologische oder virale Untersuchung entnommen.
 

Bewertung

Eine endoskopische Untersuchung bringt auch Nachteile mit sich: Die Einfuhr der Instrumente ist unangenehm, und die Tiere müssen dafür in Narkose gelegt werden. Die Vorteile überwiegen jedoch. Die Endoskopie hilft uns, eine genauere Diagnose zu stellen und eine gezieltere Behandlung einzuleiten. Dadurch können wir oft aufwendigere Operationen vermeiden – beispielsweise bei einer Probe-Laparotomie.

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