offizielle Untersuchung

HD-Röntgen (Hüftgelenksdysplasie)

Für die Durchführung der offiziellen HD-Untersuchung sind einige Formalien zu beachten. Diese sind von Zuchtverband zu Zuchtverband unterschiedlich. Allen gleich ist die Tatsache, dass vor der Untersuchung die Ahnentafel im Original dem Tierarzt vorgelegt werden muss, damit dieser die Identität des Tieres mit der Ahnentafel vergleichen kann. Dies ist durch die Ablesung des Mikrochips möglich. Auf der Ahnentafel muss der Tierarzt die Durchführung der Untersuchung bescheinigen. Zudem muss der durchführende Tierarzt Formblätter ausfüllen und diese dem jeweiligem Verband zukommen lassen. Da die Verbände unterschiedliche Formulare haben, empfiehlt es sich vorzeitig mit dem Verband in Verbindung zu setzen und diese anzufordern.

Die eigentliche Untersuchung erfolgt unter einer Kurznarkose. Hierdurch wird gewährleistet, dass alle Muskeln entspannt sind und die Aufnahmen eine hohe Qualität aufweisen. Je nach Zuchtverband sind ein oder zwei Aufnahmen gefordert.

Der durchführende Tierarzt darf keine Beurteilung des Röntgenbildes abgeben. Er muss das Bild an einen Gutachter senden, welcher die Beurteilung vornimmt und dem Besitzer und dem Verband das Ergebnis mitteilt.

ED-Röntgen (Ellbogengelenksdysplasie)

Die Untersuchung der Ellbogengelenke richtet sich ähnlich wie die HD-Untersuchung nach den Vorgaben der jeweiligen Verbände.

Auch hier ist es wichtig, dass der Hund vor der Narkose anhand der Ahnentafel identifiziert wurde.

Auch bei dieser Untersuchung muss der Tierarzt sich nach den Vorgaben des Verbandes richten, in welcher Position die Gelenke geröntgt erden müssen.

Daher ist es auch hier von Vorteil, wenn der Besitzer vor der Untersuchung außer der Ahnentafel schon alle Formulare vom Verband angefordert hat und mitbringen kann.

OCD-Röntgen (Osteochondrosis Dissecans)

Einige Verbände schreiben den Haltern die offizielle Untersuchung der Schultergelenke auf OCD vor. Auch hier muss vor der Untersuchung sichergestellt werden, dass es sich um den richtigen Hund handelt und alle Formulare vorher vorhanden sind.

Auch diese Untersuchung findet in Kurznarkose statt.

Spondylose-Röntgen (degenerative Veränderungen an Wirbelkörper (und Intervertebralräumen))

Die offizielle Untersuchung der Wirbelsäule ist häufig bei Boxern, aber auch bei anderen Rassen gefordert.

Meist ist hier vom Verband nicht immer eine Narkose gefordert, sondern diese Untersuchung kann auch am wachen Tier durchgeführt werden.

Jedoch gelten ansonsten die gleichen Formalien, wie bei den anderen offiziellen Untersuchungen, dass der Hund vor der Untersuchung anhand der Ahnentafel identifiziert werden muss und dass die Formulare des jeweiligen Verbands ausgefüllt werden müssen.

Offizielle Blutentnahme

Einige Verbände (zum Bsp. Hovawart) fordern offizielle Untersuchungen des Blutes für erblich bedingte Erkrankungen. Hierbei muss durch den Tierarzt anhand der Ahnentafel und des Mikrochips sichergestellt sein, dass das Blut auch vom richtigen Tierentnommen wird und dann an ein speziell dafür zugelassenes Labor gesandt wird. Die Ergebnisse erfahren der Besitzer und der Verband durch das Labor.

Sachkundenachweis

Laut § 11 Abs. 3 des Landeshundegesetz (LHundG) NRW müssen alle Besitzer von Hunden welche eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreicht einen sogenannten Sachkundenachweis erbringen.

Hierfür haben die Länder unterschiedliche Bestimmungen und unterschiedliche Fragebögen erarbeitet.

Den Sachkundenachweis können Sie bei autorisierten Tierärzten durchführen. Hierfür haben Sie unter Aufsicht der Praxis 15 Minuten Zeit, um 20 Fragen schriftlich in Form eines Multiple Choice Verfahrens 20 zu beantworten. Hierbei gilt, dass mindestens eine der vorgegebenen Antworten richtig ist oder mehrere richtig sind. Sollten Sie diese 20 Fragen zu 2/3 richtig beantwortet haben, folgt ein Gespräch mit dem Tierarzt, welcher anhand der gestellten Fragen Ihre Sachkunde beurteilen kann.

Nähere Informationen finden sie unter:

http://www.tieraerztekammer-nordrhein.de/allgemeine-informationen-kammer-und-versorgungswerk/sachkundebescheinigungen-lhundg/96-sachkundebescheinigung

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